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BAUERNREGELN
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Als Landwirte leben und arbeiten wir ganz besonders mit dem Wetter. Dabei kann man sich natürlich leider nicht nur auf Bauernregeln verlassen... Trotzdem kann es sehr interessant sein mal zu schauen, was die alten Bauernregeln tatsächlich über das Wetter verraten können. |
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Alle hier vorgestellten Analysen der Bauernregeln stammen von den Meteorologen
des Internet-Wetterservices www.donnerwetter.de
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[MAI]
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BAUERNREGELN
für JANUAR
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"Werden
die Tage länger, wird der Winter strenger."
- Diese Bauernregel beschreibt einen Effekt, der
tatsächlich stutzig machen kann: Nicht um Weihnachten,
den kürzesten Tagen des Jahres, werden die tiefsten
Tagesmittel-Temperaturen gemessen, sondern erst Mitte
Januar. Mit den Kaltlufteinbrüchen im Januar werden dann
manchmal Werte um -25 Grad in Deutschland erreicht,
obwohl die Tage wieder länger werden. |
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BAUERNREGELN
für FEBRUAR
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"Scheint
an Lichtmess (2.2.) die Sonne heiß, kommt noch sehr viel Schnee und
Eis." oder "Sonnt sich der Dachs
in der Lichtmesswoche, bleibt er 4 Wochen noch im Loche."
- Diese Regeln werden durch die langjährigen Wetteraufzeichnungen tatsächlich
bestätigt. Wenn es in der ersten Februarwoche sonniger als normal ist,
wird es mit über 70% Wahrscheinlichkeit mehr Frosttage als üblich im
Februar und März geben. Der Grund ist die Erhaltungsneigung des Wetters.
Bestimmt ein Hochdruckgebiet das Wetter Anfang Februar, bringt es einen
klaren Himmel mit viel Sonnenschein. Oftmals bleibt das Hochdruckwetter
dann auch über ein paar Wochen bestehen. Allerdings kühlt sich die Erde
in den Nächten bei wolkenfreiem Himmel stärker ab, als die Februar-Sonne
sie am Tag aufheizen kann. Die Temperaturen sinken kontinuierlich. |
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BAUERNREGELN
für MÄRZ
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"Einem
freundlichen März folgt ein freundlicher April."
- Die Wetterstatistiken sprechen gegen diese Regel. Denn wenn der März
sonniger und wärmer als im Durchschnitt verläuft, folgen trotzdem zu
warme und zu kalte Aprilmonate mit gleicher Wahrscheinlichkeit. Interessanterweise
ist aber der Umkehrschluss möglich: Wenn der März unfreundlich"
ist, es also wenig Sonne und niedrige Temperaturen gibt, dann folgt
mit fast 65-prozentiger Wahrscheinlichkeit auch ein unfreundlicher April! |
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BAUERNREGELN
für APRIL
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BAUERNREGELN
für MAI
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BAUERNREGELN
für JUNI
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BAUERNREGELN
für JULI
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BAUERNREGELN
für AUGUST
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BAUERNREGELN
für SEPTEMBER
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Der September ist der Mai des Herbstes." - Kurz und prägnant trifft es diese Bauernregel ziemlich genau, denn September und Mai sind zum Beispiel bei den Temperaturen sehr ähnlich: Mit dem September sinken sie tagsüber auf etwa 20 Grad ab, nachts kann es ähnlich wie im Frühjahr auch schon einmal deutlich unter 10 Grad kalt werden. Gib auf Ägidien
(1.9.) wohl acht, es sagt dir, was der Monat macht."
oder September schön in den ersten Tagen, will den ganzen
Herbst ansagen." Ist es hell
am Kreuzerhöhungstag (14.9.), so folgt ein strenger Winter nach." Kommt der
Michel (29.9.) heiter und schön, wirds vier Wochen weitergehen." Ist der
September lind, wird der Winter ein Kind." |
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BAUERNREGELN
für OKTOBER
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"Oktober rauh - Januar flau" - "Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein, ist er aber naß und kühl, mild der Winter werden will." - Es gibt tatsächlich einen Zusammenhang zwischen einem kalten Oktober und einem warmen Januar. Entscheidend dafür ist wahrscheinlich die Ausgangssituation für die Winterwetterlage. Ist der Oktober um mindestens 1,5 Grad zu kalt, dann wird der Winter mit 70% Wahrscheinlichkeit zu warm ausfallen! Ist der Oktober dagegen zu warm und zu trocken (mindestens 1,5 Grad wärmer als normal), dann ist mit 90% Wahrscheinlichkeit ein zu kalter Winter und besonders ein zu kalter Januar zu erwarten. Die Erklärung des erstaunlichen Ergebnisses: Gibt es im Oktober häufig Hochdruckwetterlagen, so ist im Januar ebenfalls mit Hochdruckwetter zu rechnen. Im Herbst ermöglichen diese viel Sonnenschein, Trockenheit und Wärme. Im Januar jedoch sorgen sie für bittere Kälte. "Oktoberhimmel voller Sterne haben warme Ofen gerne." - Diese "Weisheit" trifft in der gesamten kalten Jahreszeit zu und lässt sich durch einfache Physik erklären: In sternenklaren Nächten kühlen sich Boden und Luft stärker ab als bei einem bedeckten Himmel. Wolken bremsen nämlich die Abstrahlung der Wärme in den Weltraum. Zudem werden im Oktober die Nächte merklich länger und somit verkürzt sich die Zeit der Erwärmung durch die Sonne. Nachts kann deshalb schon Frost auftreten. Am Boden sogar an ungünstigen Stellen bis -5 Grad! "Wenn Simon und Judas (28.10.) vorbei, ist der Weg dem Winter frei." - In den letzten Oktobertagen sinkt die mittlere Lufttemperatur rasch ab. Die allerletzten Blätter fallen von den Bäumen und das Quecksilber nähert sich immer mehr der Null-Grad-Marke. Nachts gibt es häufig Frost und der erste Schnee fällt zum November auch im Flachland. |
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BAUERNREGELN
für NOVEMBER
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Wenn der Winter vor Allerheiligen (1.11.) nicht kommt, kommt er nicht vor Martini (11.11.)" Neben Altweibersommer" und goldenem Oktober" hat eine weitere Schönwetter-Periode einen eigenen Namen erhalten: Im Zeitraum Anfang November können sich dann häufiger Hochdruckgebiete über Europa halten und für Sonnenschein sorgen. Dieser Zeitraum wird deshalb auch als Nachsommer" bezeichnet. Aber auch bei solch schönem Wetter ist es mit Temperaturen unterhalb von 10 Grad auf jeden Fall kalt, da es in den meist klaren Nächten stark abkühlt. Ist Martini (11.11.) klar mit Sonnenschein, bricht bald ein kalter Winter herein. - Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter hart." - Für diese Regel konnten die Donnerwetter-Meteorologen keine Bestätigung finden: Es lassen sich von der Wetterlage am 11. November keine Rückschlüsse auf den folgenden Winter ziehen. Wie der Tag zu Kathrein (25.11.), wird der nächste Februar bzw. Neujahr sein." Diese Bauernregel hält der wissenschaftlichen Betrachtung - zumindest teilweise - stand: Ist es um den 25.11. zu trocken, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit (über 80 Prozent!) auch der Februar zu trocken. Auch bei zuviel Feuchtigkeit um den 25.11. wird der Februar zu feucht. Ein Zusammenhang mit dem Neujahrstag findet sich allerdings nicht. Friert im November zeitig das Wasser, wirds im Januar um so nasser." - Auf den ersten Blick ein wirklich grotesker Zusammenhang, den die mittelalterlichen Wetter-Weisen da aufgestellt haben. Aber tatsächlich bestätigen die langjährigen Wetteraufzeichnungen diese Regel: Je häufiger es Anfang November friert, desto mehr Regentage gibt es im Januar. Und das mit einer erstaunlichen Treffergenauigkeit von rund 80 Prozent! |
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BAUERNREGELN
für DEZEMBER
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"Fällt auf Eligius (1.12.) ein kalter Wintertag, die Kälte noch vier Wochen bleiben mag." - Es klingt unglaublich: Schon der erste Tag im Dezember soll über das Wetter des ganzen Monats entscheiden? Doch tatsächlich lässt sich diese Regel wissenschaftlich bestätigen. Ist es am Monatsanfang deutlich kalt, hält sich diese Wetterlage meist bis kurz vor Weihnachten. Der Grund ist die Erhaltungsneigung der Großwetterlage in einem stabilen Hochdruckgebiet, das sich nicht so schnell von Tiefs verdrängen lässt. "Geht Barbara (4.12.) im Grünen, kommt das Christkind im Schnee." - Für Anhänger einer weißen Weihnacht" die wahrscheinlich wichtigste Wetterregel des ganzen Jahres. Allerdings wird sie von den langjährigen Wetteraufzeichnungen widerlegt: Liegt Anfang Dezember Schnee, so liegt mit 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit auch über die Weihnachtstage eine weiße Decke. Ist der Boden Anfang Dezember frei, so wird zu 60 Prozent auch Weihnachten kein Schnee liegen. "Ists an Weihnachten (25/26.12.) kalt, ist kurz der Winter, das Frühjahr kommt bald." - Tatsächlich ermöglicht das Weihnachts-Wetter Rückschlüsse auf das Frühjahr. Ist das Weihnachtsfest frostig, so folgt in fast 70 Prozent der Fälle ein zu warmer Februar, also ein schnelles Ende des Winters. "Wenns auf Weihnacht ist gelind, sich noch viel Kält einfind." - Und auch der Umkehrschluß der vorherigen Regel stimmt: Nach einem zu warmen Weihnachtsfest folgen meist noch Wochen mit Frostwetter. Auch im März und April kann es dann nochmals sehr kalt werden. "Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni." oder "Wie der Dezember, so der Lenz." - Einen sehr weiten Ausblick wagt diese Wetter-Weisheit. Und tatsächlich gelingt dieser auch mit einer guten Trefferquote: Fällt der Dezember zu warm aus, ist auch mit rund 70 Prozent ein zu warmes Frühjahr zu erwarten. Auch zum Juni gibt es eine statistische Verbindung: Ist der Dezember sehr kalt, fällt der Juni meist deutlich zu warm aus. Bei Mittelwerten von unter 0 Grad im Dezember können mit rund 70 Prozent Wahrscheinlichkeit zu warme Junitage erwartet werden. |

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